Traumhafte Flugsafari in Tansanias Süden
Geschrieben am: 16. März 2026
Meine Flugsafari mit Laba Laba startet in Daressalam und bringt mich in den unbekannten Ruaha Nationalpark, den Nyerere Nationalpark (ehemals: Selous Game Reserve) sowie auf die bezaubernde Insel Fanjove. Da mein KLM Flug spät abends landet, übernachte ich im Holiday Inn City Centre Daressalam. Nachts beträgt die Transferzeit gerade einmal 20 min, was tagsüber bei Stadtverkehr ganz anders aussehen kann.
Ruaha Nationalpark - Exklusive Safaris zwischen Baobab-Bäumen
Am nächsten Tag fliege ich mit meinen Mitreisenden an Bord einer Cessna Grand Caravan zwei Stunden lang ins Landesinnere und hinein in die Wolken - aber was haben wir für ein Glück! Die letzten Stunden hat es in Jongomero im Ruaha Nationalpark durchgeregnet. Pfützen stehen auf der teilweise schlammigen Piste. Die Vegetation erblüht, frische grüne Blätter an den Büschen machen Sichtungen zwar schwieriger. Dennoch dürfen wir in zwei Tagen Elefanten, Giraffen, Löwen, Wildhunde, Löffelhunde sowie Hyänen- und Leopardenspuren sehen.
Die Landschaft im Ruaha Nationalpark ist hügelig und abwechslungsreich. Hinter jeder dritten Kurve gibt es einen beeindruckenden Affenbrotbaum zu bestaunen. Es wachsen bereits Blätter an den uralten, riesigen Bäumen. Wir machen immer wieder Abstecher zum Fluss, dem Great Ruaha River, und beobachten auch einige Vögel. Außerdem sehen wir Defassa-Wasserböcke, die im Gegensatz zu ihren nahen Verwandten keinen weißen Ring auf dem Fell, sondern einen großen weißen Fleck haben.
Laba Jongomero Camp
Beeindruckend im Ruaha ist zudem, dass wir das einzige Fahrzeug weit und breit sind. Kurz vor der großen Regenzeit sind wir die letzten Gäste im Laba Jongomero Camp. Von 15.3. bis 31.5. schließt das Camp aufgrund der Witterung. So oder so ist hier nie viel los - keine Fahrzeuge, mit denen Sie Ihre Sichtungen teilen müssen. Jongomero liegt 50 - 60 km von allen anderen Camps im Ruaha Nationalpark entfernt. Das sind Welten, wenn man sieht, dass wir uns maximal 12 km auf unseren Game Drives vom Laba Laba Camp entfernen.
Jongomero verfügt über ein exklusives Spa, das an Hot Springs vulkanischen Ursprungs angeschlossen ist, die ca. 25 km vom Camp entfernt liegen. Ein Besuch im Spa wird verbunden mit einer ausgiebigen Pirschfahrt. Die Gegend ist abgelegen, abwechslungsreich und sehr tierreich. Spa-Anwendungen wie Massagen werden natürlich auch im Camp durchgeführt. Ein Gym steht ebenfalls zur Verfügung. Und der große Pool ist äußerst angenehm temperiert.
Abgesehen davon können in der Trockenzeit Bush Walks gemacht werden. Das Laba Jongomero überblickt einen Trockenfluss (den Jongomero River) und ist uneingezäunt. Immer wieder kommen Wildtiere ins Camp. Während meines Besuchs war der Jongomero Fluss gut mit Wasser gefüllt (saisonal). Frühstück und Mittagessen werden mit Flussblick serviert. Die Mahlzeiten sind farbenfroh mit viel Salat und Gemüse zubereitet. Sie sind leicht und sehr lecker.
Unser Safarizelt ist hoch gebaut, überdacht und sehr geräumig. Es bietet ebenfalls Flussblick und liegt im Schatten von Bäumen. Eine eigene Veranda mit Day Bed sorgt für viel Gemütlichkeit und das große Bad mit Doppelwaschbecken ist Luxus pur. Das sind übrigens auch die bequemen Safari-Fahrzeuge von Laba Laba. Da Jongomero auf knapp 1.000 m Höhe liegt, sind die Nächte angenehm und nie zu heiß.
Nyerere Nationalpark (ehemals: Selous Game Reserve)
Unsere Reise führt weiter zum Nyerere Nationalpark (ehemals: Selous Game Reserve). Wir sind wiederum knapp zwei Stunden mit dem Kleinflugzeug unterwegs. Die grüne Weite Südtansanias wird kaum unterbrochen von vereinzelten Dörfern. Die Landschaft ist zwar unaufgeregt, aber trotzdem wunderschön. Dann überfliegen wir den riesigen Julius-Nyerere-Stausee und folgen dem Lauf des Rufiji Flusses.
Im Vergleich zu Ruaha ist im Nyerere viel los. In Kürze wird ein neuer Flughafen (mit geteerter Landepiste) eröffnen. Tagesausflügler von Sansibar kommen (für teures Geld) für Safari in den Nyerere.
Auch die flache Landschaft im Nyerere steht im Kontrast zu Ruaha. Nyerere liegt auf 100 m Höhe, es ist um einiges Grad Celsius wärmer. Die Luftfeuchtigkeit ist höher. Palmen wachsen hier. Die Natur ist geprägt vom Rufiji Fluss und von kleinen Seen. Krokodile und Flusspferde können beobachtet werden, aber auch Elefanten, Löwen, Büffel, Leoparden, Hyänen und Wildhunde werden nicht selten gesichtet.
Laba Siwandu Camp
Siwandu liegt weit vom Haupteingang und der Flugpiste des Nyerere Nationalparks entfernt. Gäste treffen daher kaum auf Tagesausflügler, die von Sansibar einfliegen. Und Siwandu verfügt über einen eigenen Flugplatz. Auch wenn in Siwandu mehr los ist als in Jongomero, die Lage des Laba Siwandu ist exklusiv - ebenso der Service: Auf dem Programm stehen private Pirschfahrten und eine Bootssafari. Bush Walks sind möglich.
Das Siwandu verfügt über zwei Pools. Die Dining Area sowie jedes Safarizelt bieten Blick auf den kleinen See, an den das Camp angeschlossen ist. Hier liegen am Steg die Boote von Laba Laba Siwandu. Der kleine Souvenir Shop befindet sich an der Rezeption.
Unser Guide bei Siwandu ist exzellent und weiß Leerlauf was Sichtungen angeht hervorragend zu überbrücken. Er erklärt uns interessante Zusammenhänge, zeigt auch Vögel, Pflanzen und Spuren. Auch wenn wir auf große Raubtiere verzichten müssen, die Safaris sind dennoch wunderbar. Bei meinem Besuch sehe ich viele Giraffen.
Was das Essen angeht, werden wir rundum die Uhr verwöhnt. Vor dem Abendessen kommen wir am Feuer zusammen. Einschlafen werden wir mit Hippo- und Hyänenrufen.
Fanjove Private Island - Erholung im Paradies
Die kleine Insel Fanjove liegt vor der Küste Südtansanias im Indischen Ozean. Die Anreise erfolgt per Inlandsflug von Daressalam nach Songo Songo bzw. für uns mit einem Charterflug nonstop vom Nyerere Nationalpark nach Songo Songo - wie bequem! Von dort geht es mit dem Schnellboot in ca. 30 Minuten nach Fanjove.
Schon von weitem sehe ich den Leuchtturm und den schönen, hellen Strand von Fanjove. Im Leuchtturm ist das Restaurant der Unterkunft untergebracht. In etwas erhöhter Lage gibt es vor dem Leuchtturm reichlich bequeme Sitzgelegenheiten mit Blick in Richtung Sonnenuntergang.
Einige überdachte, schattige Liegen am Strand befinden sich direkt neben dem Activity Center. Zu jeder Zeit können Gäste Schnorchelausrüstung, Kajaks und SUP-Boards ausleihen. Auch eine geführte Schnorchelsafari ist inklusive.
Die Unterwasserwelt ist artenreich, farbenfrohe Korallen und Fische leben am Riff. Fischschwärme sehen gesund aus und sind entsprechend groß. Eine Schildkröte kann ich unter Wasser leider nicht finden. Dafür sehen wir einen Oktopus, Muränen, einen Kofferfisch, Meeresschnecken, einen Rochen, einen kleinen Hai und vieles mehr. Fanjove möchte hier ein Meeresschutzgebiet einrichten, was ich für einen hervorragenden Plan halte.
Wir fahren auch per Boot hinaus auf den Indischen Ozean, auf der Suche nach Spinner und Bottlenose Dolphins. Eine Gruppe von 150 Exemplaren sehen wir, einige springen aus dem Wasser mit ihrer für Spinner Dolphins typischen Drehung. Wenn es die Bedingungen zulassen, darf man als Gast von Fanjove Private Island auch mit dem Delfinen schnorcheln. Ein einmaliges Erlebnis! Unter Wasser scheinen es noch viel mehr Tiere zu sein als über Wasser.
Für den Trail auf der Insel stehen einige Fahrräder zur Verfügung. Man kann die Insel aber auch problemlos zu Fuß oder mit dem Kajak umrunden. Ein Strandspaziergang, schwimmen im Meer und ein paar Minuten in der Hängematte unserer Strandvilla stehen auf dem Programm.
Die Aktivitäten sind ein wenig von den Gezeiten abhängig. So garantiert Fanjove das beste Erlebnis, wenn zum Beispiel bei Ebbe geschnorchelt wird. Dann sind wir näher am Meeresboden, den Korallen und Fischen dran.
Neben den großzügigen Strandvillen gibt es auch Coral Villas mit atemberaubenden Ausblick aufs Wasser und mit einer Leiter ins Meer ähnlich wie bei einem Overwater-Bungalow. Auf Fanjove Island fühle ich mich fast wie im Paradies.
Die Mahlzeiten sind leicht und sehr lecker zubereitet. Mittags wird viel Salat und Gemüse serviert. Meeresfrüchte und Fisch stehen regelmäßig auf der Speisekarte. Zudem gibt es eine gute Auswahl an Cocktails und natürlich Wein, alles ist inklusive (mit Ausnahme von Premium Weinen).
Fanjove ist ein exklusives Erlebnis. Unaufdringlicher Luxus und Ruhe erwarten Sie hier. Die meisten Gäste sind Paare: Honeymooner und Best Ager. Über den Jahreswechsel kommen vermehrt Familien auf die Insel.
In Zukunft wird es noch mehr Aktivitäten geben, darunter Kite Surfen. Wer in der Buckelwalsaison kommt, kann einen Bootsausflug zu den Walen buchen. In der Walhai-Saison werden optional Bootsausflüge nach Mafia Island zum Schnorcheln mit Walhaien angeboten. Im Spa kann man sich verwöhnen lassen. Die Massagen sind hervorragend. Einen Aufenthalt von 4 bis 5 Nächten kann ich uneingeschränkt empfehlen.
Seit ich das erste Mal in Namibia war, bin ich so fasziniert von Afrika, dass ich regelmäßig auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs bin. Sundowner und Pirschfahrten sind Entspannung pur! Ich durfte bereits vielfach tolle Safaris (und auch Berggorillas) erleben, traumhafte Landschaften durchfahren und außergewöhnliche Camps und Lodges kennenlernen - ob in Tansania, Ruanda, Südafrika, Botswana, Simbabwe oder Namibia.